"Wo hattest du eigentlich meine Telefonnummer her?"
Arona räusperte und sammelte sich.
"Tyrina hat sie mir gegeben." Während sie sprach vermied sie
ihm in die Augen zu sehen.
"So, die Tyrina. Ich wusste gar nicht, dass ich ihr meine Nummer gegeben
habe?" er sah sie etwas fragend an.
"Ich hab auch keine Ahnung wie sie zu der Nummer kam."
Sie zuckte mit den Schultern.
"Im Telefonbuch steht sie nicht, also von da kann sie die wohl nicht
haben."
"Wenn Tyrina sich was in den Kopf gesetzt hat, dann ist sie nicht zu
bremsen." Arona flüsterte die Worte fast beiläufig als würde
sie Selbstgespräche führen.
"Ach, und was ist das?" fragte Zenteru nach
Arona merkte wie ihr das Blut in den Kopf schoss und wandte ihren Blick wieder
ab.
Es entstand eine kleine Pause.
"Ist es ein Geheimnis oder was Verbotenes?" hakte er nach.
"Nein " ihre stimme klang dünn und zitternd
"Hm am Telefon fand ich dich etwas entspannter. Was hat sich Tyrina
in den Kopf gesetzt?" klang er etwas fordernder
Unruhig rutschte Arona mit dem Stuhl und blickte auf die Fliesen am Boden.
"Sie meinte, dass wir ein schönes Paar wären "
Am liebsten wäre sie unter den Tisch gerutscht um Deckung zu suchen.
"Ach so." er hatte ein verschmitztes Grinsen auf den Lippen.
"Und was denkst du?" fragte er weiter.
"Ich ich " Arona fing zu stottern an
"Oh, so schlimm " er lachte
"Ich find dich doch auch ganz zauberhaft. Heute noch schöner als
auf dem Ball."
Die Bedienung kam zurück und stellte die Tassen und Kannen auf den Tisch.
Arona schaute auf und ihre Augenlieder begannen zu flattern als sie in die
sanften braunen Augen von Zenteru blickte.
Sie nippten an dem heißen Kaffee. Er griff nach ihrer Hand.
"Es ist wirklich schön, dass ich dich wieder getroffen habe. Ich
hoffe nur, dass du nicht wieder für zwei Monate verschwindest."
Arona schüttelte den Kopf.
Nach dem zweiten Kaffee und etlichen Naschereien wurde die Unterhaltung immer
entspannter und Arona vermochte es seinen sanft blickenden Augen zu bestehen.
Aus seinen Augen strahlte eine Wärme die sie fesselte und tief berührte,
als reifte eine Ahnung, wie wichtig er in der Zukunft für sie sein würde.
Nach dem sie noch andere Lokalitäten plaudernd besucht hatten schlich
der Tag wie der Dunstschleier in die Nacht.