Es dauerte noch.
"Stimmt es?"
Sie zuckte zusammen.
"Was?"
Die Verkäuferin sah ihn etwas gedankenabwesend an. Ihr hübsches
Gesicht wirkte jetzt noch schöner wegen den blauen Augen die sie auf
ihn gerichtet hatte.
"Das Geld. Ist es okay?"
"Sie sah auf die paar Münzen die sie noch in der Hand hielt."
Und nickte dann schnell.
"Heute ist nicht Donnerstag!"
Sebastian schob die braune Papiertüte zur Seite die er mit den Sachen
gefüllt hatte.
"Hm ..." sie nickte wieder
Jetzt fielen ihm ihre schönen Lippen auf. Sie glänzten zart wie
ein Tautropfen der an einer Erdbeere hing. Geschmeidig wie eine Welle die
sich langsam näherte und dann tosend über einem zusammen brach offenbarten
sie sich ihm. Sebastian schluckte und blickte auf ihre Hände.
Es lag etwas Verlegenheit in der Luft und er hatte sich von ihr anstecken
lassen. Seine Blicke wanderten wieder höher und jetzt betrachtete er
ihren Oberkörper der sich durch den weißen Kittel abzeichnete.
"Sie hat einen eine knackige Figur." dachte er
"Wo wohnst du nun?"
Sebastian blickte ihr wieder direkt in die Augen.
"Nicht weit von hier. Mit der U-Bahn allerdings."
"Fährst du gerne U-Bahn?"
"Geht so! Hin und wieder macht es große Freude einem Saxophonisten
zu lauschen der im U-Bahnschacht spielt."
"Ja, hört sich echt cool an!"
"Willst du mich besuchten oder warum hast du gefragt?"
"Hm ... weiß ich selber nicht mehr. Wahrscheinlich hätte ich
dich auch nach der Uhrzeit fragen können. Vielleicht war es nur ein Vorwand.
Ich hätte lieber sagen sollen, dass du eine schöne Frau bist."
Etwas verlegen senkt sie ihren Kopf, aber sah ihn gleich wieder an.
"Heute ist Freitag und ich mache Vertretung!"
Die Verkäuferin legte beide Hände an die braune Tüte, die dabei
knisterte.
"Willst du mich besuchen? Ich koch dir mal was ohne mit Nudeln!"
sie grinste
"Wir werden sehen. Ich hoffe du bleibst mir hier noch etwas erhalten."
er schnappte sich die Tüte und ging aus dem Supermarkt.
"Schöne Tage!"
"Ciao!"