Das leichte Rauschen der Bäume untermalte die wiegenden
Bewegungen der Grashalme. Über den blauen Himmel hüpften nur vereinzelt
kleine Wölkchen. Die Wölkchen machten manchmal Kopfstände,
sprangen zur Seite oder schnitten Grimassen.
"Schau mal! Die Wolke streckt dir die Zunge raus!" Sie tippte ihm
auf die Nase
"Kann nicht sein, ich bin viel zu brav. Die meint dich."
Er legte seine Hände auf ihren Kopf.
Die zwei lagen im Schatten unter einem Baum und blickten in den Himmel. Johanna
hatte ihrem Kopf auf Sebastians Bauch und dachte sich immer wieder irgendwelche
Geschichten zu den Wolken aus.
"Wenn du eine Wolke wärst, wie würdest du aussehen?"
"Hm, ich glaube ich wäre eine ganz lange, lang ausgestreckte, vielleicht
etwas rundlich vorne, dass sie dann aussieht wie ein Wal."
"Wie ein Wal?" Die Frau drehte sich um, dass sie auf ihm lag, wobei
sie ihr Ohr lauschend auf seiner Brust platzierte.
"Ja, wie ein Wal!"
"Warum?"
"Weil ich Wale schön finde und weil ihre Sprache so unendlich weit
wahrzunehmen ist. Stell dir mal vor du wärst jetzt Zuhause und könntest
mit mir reden."
"Hm .... ich bin lieber hier!" Sie suchte nach seiner Hand
"Überleg doch mal. Kein Telefon mehr! Außerdem finde ich,
dass sie phänomenale Schwimmer sind." Er streichelte ihr die Haare
aus dem Gesicht.
"Ich glaube du magst sie, weil sie konservativ sind!"
"Konservativ? Wie kann ein Fisch konservativ sein?" Sebastian zog
ihr leicht am Ohr.
"Die Bewegungen und die Masse."
"Hm ... was soll das heißen? Sind dicke Menschen konservativ?"
"Nein!" Johanna rutschte höher zu seinem Hals.
"Ich versteh dich nicht! Heißt das, dass ich einen fetten Hintern
habe? Oder doch nicht?"