Hey, spinnst du. Am Schluss stürzt noch alles ein!"
Michael blickte etwas entsetzt drein.
"Willst du nun eine Story oder nicht!" antwortete Sebastian.
Er ging in das Innere des Hauses und der Anblick war mehr als trostlos. Alles
was nicht aus Metall oder festerem Material bestand, war verkohlt und verbrannt.
Die Wände waren schwarz und im Treppenhaus lag Schutt herum.
"Wo sind die Leute verbrannt?"
"Im dritten Stock!" antwortete Michael
"Okay, dann lass uns mal ein paar Treppen steigen!"
"Nein ohne mich ... ich will hier wieder raus aus dem dreckigen Loch,
das jeden Moment einstürzen kann."
"Wenn du meinst! Dann befrag doch mal deine Leute." sagte Sebastian
gleichgültig
"Danke man, und vergiss nicht ein paar schauderhafte Details zu finden,
ich bin dann weck. Wir sehen uns morgen im Büro und dann kannst du es
mir berichten."
Der eine Reporter verschwand durch die eingetretene Wohnungstüre wieder
wobei der andere die Wohnungen im dritten Stock untersuchte um Anhaltspunkte
für seine Geschichte zu finden.
"Hast du heute Abend Zeit? Wollen wir was essen?"
"Ja gerne. Holst du mich ab?"
"Wo?"
"Du kannst mich von der Uni abholen. Ich warte an der Bushaltestelle
davor."
"Um 17 Uhr?"
"Hm ... ich muss noch ein bisschen was machen ... halb sechs ist besser."
Er saß in seinem Auto und fuhr quer durch die Stadt. Trotz des leichten
Regens hatte er sein Fenster offen. Wenn er an der Ampel warten musste, trommelte
er mit seiner flachen Hand auf das Autodach.
Er hielt bei der Bushaltestelle wo sie wartete. Er ließ das Seitenfenster
herunterfahren und lehnte sich über den Beifahrer sitzt.
"Hey, auf wen wartest du! Steig ein!" rief er zum Fenster hinaus.
Verwundert trat sie näher.
"Du hast ein Auto ... ich bin mit dem Fahrrad da. Ich hätte gedacht
du kommst mit dem Bus!" antwortete sie.
"Egal, lass es hier oder schmeiß es in den Kofferraum."
"Ich nehm es mit."
"Ich fahr noch ein Stückchen vor, dann können wir in Ruhe einladen."
Das Seitenfenster fuhr wieder nach oben und das Auto rollte aus dem Bereich
der Bushaltestelle.