Die Frau blickte ihn wieder sehr direkt an und mittlerweile war
ihm die Nähe zu der unbekannten Person nicht mehr unangenehm. Er fühlte
sich jetzt entspannt.
"Weißt du dass du einen ganz zauberhaften Blick hast. Du kannst
hier übernachten."
"Danke, ich glaub jetzt will ich doch etwas essen."
Beide begannen den Reis mit dem Gemüse zu verspeisen. Langsam wurde ihm
bewusst, was für einen reizenden Gast er in seiner Wohnung hatte, der
sich außerdem fast selbst eingeladen hatte. Ihre Fröhlichkeit und
Verrücktheit wirkte sehr entspannend auf ihn und während sie aßen
erzählten sie munter manche Geschichten aus ihrem Leben. Als sie fertig
waren zeigte er ihr das Sofa im Wohnzimmer.
"Da kannst du schlafen."
"Ich will dein Bett sehen!" sagte sie in normalem Ton
"Hm ..."
Sein Schlafzimmer war geräumig und das Licht der Straßenlaterne,
das durch das Fenster fiel reflektierte sich mehrmals in den Glastüren
seiner Schrankwand. Sebastian schloss die Jalousien und machte Licht. Entzückt
drehte sich sein Gast im Kreis.
"Ich will hier schlafen!" sie strahlt wie ein kleines Kind.
Johanna sprang auf das Bett und drückte ihren Kopf in die Laken. Sie
machte einen quiekenden Laut und drehte sich dann auf den Rücken.
Er stand vor seinem Bett und sah dem Treiben fast unbeteiligt zu.
"Komm schon her! Lass mich noch mal an deinen Haaren riechen!" sein
Gast klopfte neben sich auf das Bett.
Sebastian bewegte sich nicht und sah sie nur lächelnd an.
"Was ist los mit dir, komm her!" forderte sie ihn auf
"Schnarchst du? Oder hast du einen unruhigen Schlaft?" erkundigte
er sich während er in seiner Position ausharrte.
Sein Gast zuckte die Schultern.
"Es ist die Frage ob ich überhaupt zum Schnarchen komme, wenn ich
es täte!" antwortete sie keck.
"Was habe ich mir da nur eingefangen mit dir!" er näherte sich
dem Bett.