Der Regen war noch dichter geworden und die Tropfen prasselten dem Mann auf seinen Kopf als wollten sie einen Angriffsmarsch trommeln.
"Du Penner hast mich angespritzt! Sieh dir nur meine Hose an!" seine Stimme klang wütend
Die Person in dem Parker war einen Kopf kleiner als er und wirke auch nicht sonderlich kräftig.
"Lass mir meine Ruhe!" antwortete die Stimme nur halblaut
Die Person streifte seine Hand ab und ging auf das Fahrrad zu.
"Hey!" schrie er laut
"Was ist?" rief die Stimme zurück
Er packte die Peson von vorne und schüttelte sie.
"Was soll das... verflucht. Kann man hier nicht mal in Ruhe Rad fahren!" klang die Stimme ärgerlicher
"Was das soll? Pass auf Kleiner!" er riss unsanft der Person die Kapuze vom Kopf.
Er stockte in seinen Bewegungen. Jetzt kam er sich richtig komisch vor.
"Warum reißt du mir meine Kapuze herunter bei dem Scheißwetter?" fragte die Stimme.
Die Stimme klang trotz der Erregung für den Mann jetzt plötzlich ganz anders.
"Äh ...!"
"Ist das alles was du mir sagen kannst?"
Mit strengen blauen Augen, die quellklar schimmerten, blickte sie ihn an. Ihre blonden Haare schienen wie Stroh plötzlich aus der Kapuze zu wachsen.
Der Mann sammelte sich:
"Du hast mich angespritzt und dann bist du weitergefahren!"
Er war noch etwas verwirrt über die plötzlich angenehme Erscheinung.
"Tut mir leid!" Sie blickte ihn kurz an und ging dann wieder zu ihrem Rad.
"Halt! So einfach kommst du mir nicht davon."
"Hast du Hunger?" fragte er
"Hunger, Durst, ich bin Müde und heute ist ein Scheißtag. Reicht das!" antwortete sie etwas entnervt.
"Wollen wir was gemeinsam essen?"
"Und dann? Ist dann deine Hose wieder trocken und sauber?" antwortete sie ironisch
"Komm schon, da vorne steht unser Abendessen noch auf dem Fußweg."
"Na gut es kann ja nicht schlimmer werden heute!" stimmte sie mit einem Seufzer zu.
Beide gingen zurück zu der aufgeweichten Papiertüte.

 

 

Teil 3