Mittlerweile regnete es und er war froh, dass es nicht weit nach Hause war und er nur die paar Schritte gehen musste.
"Eigentlich ist es ganz angenehm wenn es regnet, aber ich bin schon lieber im Trockenen."
Der Mann mit der Tüte auf dem Arm überquerte die Straße und machte einen großen Schritt über eine tiefe anschwellende Wasserpfütze.
Der Mann, der elegant gekleidete war verfiel nicht in Hektik um dem Regenwasser zu entfliehen.
Er hörte ein Klappern hinter sich.
Im nächsten Augenblick vernahm er ein Zischen und ein Schwall Wasser ergoss sich über seine Hose und seine Jacke.
Für eine Sekunde war er fassungslos, aber dann drehte er sich blitzschnell um und sah jemanden auf dem Rad davon fahren.
"Hey bleib stehn!" rief er laut.
Keine Reaktion.
Unsanft platzierte er seine Tüte auf dem Fußweg in sicherer Entfernung zu der großen Pfütze.
Er rannte dem gemächlich fahrenden Radler hinterher.
Seine Lungen fühlten die feuchte Luft mit jedem Atemzug intensiver. Die Schritte wurden immer schneller je näher er dem Radler kam.
Auf dem Rad saß eine Person die in einen Parker gehüllt war und nach vorne gebeugt fuhr.
Jetzt war er auf gleicher Höhe mit dem Radler.
Er riss an der Schulter des Radlers.
"Bleib stehn!" rief er
Erschrocken richtete sich die Person auf, aber trat trotzdem weiter in die Pedale.
Jetzt zog der Benässte noch fester an der Schulter und der Schuldige verlor das Gleichgewicht.
Das Fahrrad wackelte. Die Person sprang vom Sattel. Mit Getöse fiel das Rad um.
"Verdammt!" hörte er eine leise Stimme fluchen



Teil 2