"Altertümer und Kunstschätze. Dort siehst du
eine große Auswahl von Schmuckstücken, die vor langer, langer Zeit
getragen wurden. Aber das ist nicht alles. Ich war wirklich schon lange nicht
mehr dort. Das letzte Mal, als ich dort war, das war... warte mal ... ja genau
als ich noch zur Schule ging. Es war ein Klassenausflug mit unserem Geschichtslehrer.
Manche meiner Mitschüler machten soviel Unfug, dass er gedroht hatte
in der nächsten Geschichtsstunde eine Arbeit darüber zu schreiben.
Die tobten weiter. Und ich sah mir alles genau an. Und in der nächsten
Stunde schrieben wir wirklich eine Arbeit. Notendurchschnitt bei fünf.
Ich hatte als einziger eine Eins. Mal sehen was ich dir noch alles erklären
kann, denn wir hatten damals auch eine Führung, hässlicher, buckliger
Mann, der aber viel wusste. Vielleicht sehen wir den dort auch."
"Einverstanden. Du bist mein Führer."
Er beglich die Rechnung und ging dann mit ihr eingehakt in Richtung Museum.
Sie standen vor einem Gebäude, an dem auch der Putz von der Fassade bröckelte.
Das wuchtige Eingangstor lag im Schatten von zwei gewaltigen Bäumen die
rechts und linkes am Eingang standen. Kühlender Wind raschelte flüsternd
durch das Blättermeer und zupfte an den Haaren von Marie. Ihr flatterte
eine Strähne ins Gesicht.
"Schau der Eingang!"
Mark drehte sich zu Marie und zögerte, aber dann strich er ihr vorsichtig
die dunklen Haare aus dem Gesicht.
Sie nickte und die Strähne fiel wieder zurück.
Ihre Blicke verhakten sich wieder ineinander wie ein Reißverschluss
an einem Damenrock.
"Darf ich noch mal deine Haare berühren?"
"Ja, gerne!" sie lächelte etwas verlegen.
Erneut berührte er ihre Haare und ihre Wange.
"Du fühlst dich wunderbar an!" sagte Mark mit Faszination in
seiner Stimme.
"Danke!"
Sie lächelte wieder.