Erschrocken fuhr er zusammen und hätte beinahe den Salzstreuer
in die Tasse fallen lassen.
"Schmeckt dir der Kaffee mit Salz besser!"
Sie kicherte jetzt wie Laura , nach einem geglücktem Streich.
Mark kratzte sich die Wange und schüttelte den Kopf.
"Und ich hätte geglaubt du wärst anders als Laura."
Er stellte den Salzstreuer weg.
"Bin ich doch auch." Sie reichte ihm den Zucker.
"Nicht wenn du so schadenfroh kicherst."
"So! Ich lach dich doch nicht aus."
Sie hielt ihm noch immer den Zucker hin.
Der Belächelte griff nach dem Zucker, den sie aber nicht los ließ.
Ihre Finger berührten sich für eine endlose Weile.
"Es war einfach komisch."
Marie ließ den Zuckerstreuer los.
"Wirklich komisch! Ich hätte fast die Tasse vor Schreck zertrümmert.
Und die anderen Leute schauen noch immer her."
"Tut mir leid Mark." Sie sah zu Boden und blies dann in ihren Tee.
Er rührte unaufhörlich in seinem Kaffee. Jeder starrte vor sich
hin. Keiner wollte etwas sagen.
Ihr Stuhl knarrte.
"Aua!"
Er sah sie überrascht an.
"Tut mir leid. Ich wollte dich nicht treten."
"Hast du aber."
Mark rührte noch wilder. Kaffee schwappte heraus. Er warf den Löffel
beiseite, und saß jetzt wie versteinert. Marie schluckte und griff nach
seiner Hand. Wieder sahen sich beide an. Die Wangen von ihr begann sich zu
erröten.
"Ich, ich ... äh"
"Ach alles Mist! Entschuldige." sagte er energisch, "Lass uns
nur gute Freunde sein. Okay?"
"Ja."
"Und was machen wir noch heute?"
"Ich hab noch immer keine Ahnung. Laura war unser Zugpferd. Jetzt ist
sie fort und mit ihr auch die Lust am Bummeln."
"Vielleicht sollten wir etwas anderes anschauen!"
"Was denn?"
"Ein Museum."
"Ja?"
"Ja!"
"Welches denn?"
Marie trank ihre Tasse leer.