"Nachdem sie von der Toilette kamen sagten sie. Haben sie etwas zu Essen gehabt?"
"Natürlich, sonst wär ich ja wohl nicht dort gesessen!"
"Natürlich. Es leuchtet mir ein. Vielleicht hat es unsere Bedienung versehentlich mit dem Tischtuch entfernt."
Der Hotelbesitzer richtete sich in Richtung Küche, die am anderen Ende des verwinkelten Speisesaals war, und rief mit kräftiger Stimme:
"Marie!"
Wenig später tauchte ein zierliches Mädchen auf.
"Der Gast vermisst seinen Geldbeutel. Hast du diesen Tisch abgeräumt?"
"Ja. Aber einen Geldbeutel hab ich nicht gesehen." entgegnete sie schüchtern und zupfte sich an den schwarzen, langen Haaren. Ihre braunen Augen sahen unschuldig und kindlich groß aus.
"Bestimmt?" fragte ihr Vorgesetzter streng nach.
"Ja, ja ..." stammelte sie, die am liebsten im Boden versunken wäre.
"Geh und schau noch mal genau nach." sagte er in einem ermunternden Tonfall.
Erleichtert eilte die Bedienung hinfort.
Der Eigentümer des Hotels wandte sich jetzt zu seinem Gast.
"Wenn wir ihren Geldbeutel nicht wiederfinden sollten, dann ist ihr Aufenthalt hier kostenlos."
"Das reicht nicht!" antwortete der Gast eisig.
"Dann bekommen sie noch etwas Geld zusätzlich."
"Etwas! Mindestens die Kosten für den Aufenthalt." sagte er großspurig.
Da taucht Marie strahlend mit dem Geldbeutel in der Hand auf, den sie ihrem Chef überreichte.
"Danke Marie." sagte er mit einem väterlichem Lächeln auf den Lippen.
"Wollen sie abreisen?"
"Natürlich!"
"Natürlich. Dann kommen sie doch bitte wieder mit zu Rezeption."
Die Männer gingen zur Rezeption.




 

Teil 12