Händchen haltend schlenderten sie zu ihrer Frühstücksdecke
zurück.
"Hast du das Bild schon gesehen?"
Laura kramte in ihrer großen Rocktasche. Der Rock war mit Blumen beschmückte
und reichte ihr bis zum Knöcheln. Sie hatte ein silbernes Fußkettchen
am rechten Fuß, das aus lauter kleinen Herzen bestand. Sie saß,
mit Marks Kopf auf ihrem Schoß, breitbeinig da. Er aß mit seiner
Rechten Trauben und mit seiner Linken zupfte er ihr an dem Kettchen, das in
der Sonne wie ein Tautropfen glitzerte.
"Nein, du hast mehr Bilder bei dir, als Haare au dem Kopf."
"Danke, dass auf meiner Glatze noch zwei Haare wachen dürfen."
Er zog sie zu sich herab.
"Willst du Trauben?" Er legte sich eine Traube in den Mund.
"Ein andermal, mein Früchtchen."
Sie hielt ihm das Bild vor die Nase. Er betrachtete es nicht.
"Frühstücken wir, oder schauen wir Bilder an?" fragte
er ein wenig ärgerlich.
"Oh! Wieder schlechte Laune meine Pflaume!"
Laura zog leicht an der Nase ihres Freundes.
"Durchaus!" Er verschränkte die Arme vor seiner Brust und starrte,
den Kopf auf die Seite wendend, in das Gras.
"Oh mein Liebster. Ich ertrage es nicht, dich so leidend zu sehen. Wo
ist die Traube?"
Sie drückte ihm Daumen und Zeigefinger in die Wangen. Laura linste mit
angestrengtem Blick, wie eine Doktorin in die Öffnung.
"Aber bitte Frau Doktor, sehen sie doch mit einem ihrer Instrumente nach."
sagte er mit Sprachbehinderung, weil ihre Finger noch immer in seinen Wangen
bohrten.
"Ich versuche mein Bestes, aber halten sie still, ich möchte sie
nicht verletzen."
"Ich muss ihnen eine unerfreuliche Diagnose offenbaren. Kein Früchtchen
mehr da."
Mit einem ernsten Blick, leicht angespannten Lippen und einem kurzem Nicken,
bekräftigte sie ihr Schauspiel.