Der Riese blinzelte mit seinen kleinen Augen, wie eine Eule.
"Nein! Du stinkst!"
"Was los!" Das Ungetüm fuhr herum.
"Du stinkst, das ist los! Und wirklich erbärmlich, wenn du mich
fragst."
Der riesengroße Mund verzog sich.
"Schau nicht so ungläubig! Es stimmt, du stinkst ganz erbärmlich!"
Der Gigant grinste und holte mit seiner Pranke aus, die auf die Schulter seines
Opfers krachte, das sogleich zu Boden fiel. Das Ungetüm streckte seine
schaufelgroße Hand in Richtung Opfer.
"Mark, du schwacher Mann. Ich helf dir wieder auf Beine."
Mark stand ächzend auf und rieb sich die Schulter.
"He, Stephan, wenn du bei deiner Hygiene genauso stark zuschlagen würdest,
dann tät's hier im Wald nicht so stinken."
Der Riese öffnete den Mund, als Zeichen, dass er gar nichts verstanden
hatte.
"Geh zu Onkel Fabian! Du, dich waschen und neue Kleidung anziehen!"
"Aha."
Der Mächtige nickte mit dem Kopf und schloss den Mund, als Zeichen, dass
er alles verstanden hatte. Die Äste krachten unter den riesigen Füßen,
als der Mann mit der Axt hinter den Bäumen verschwand.
Laura viel ihrem Retter um den Hals.
"Ich hatte solche Angst."
"Und ich meinen Spaß, als ich dich zittern sah."
"Seit wann?"
Sie ließ von seinem Hals ab.
"Von Anfang an. Das mit der Axt war doch das Beste."
"Du Schuft! Mich hier tausend Tode sterben lassen."
"Wenn du mir versprichst, mir nicht wieder listig ein Käsestück
von deinem Onkel in den Mund zu legen, dann werde ich dir versprechen, dich
nie wieder in einer Gefahr allein zulassen, auch wenn es gar keine ist."
"Versprochen."
Laura reichte ihrem Freund, der genauso schön war wie sie, wenn er fröhlich
lachend mit ihr scherzte, die Hand.