Er zeigte mit seiner Hand auf den See, wo ein Segelboot ruhig
durch das Wasser glitt.
"Es ist Joseph., er hat sich ein neues Boot gekauft. Ist es nicht schön?"
Sie hatte ihren Kopf an seine Schulter gelegt.
"Schönes Boot, soll ich es zeichnen?"
"Wenn du willst."
"Mmm."
Laura zog eine Decke aus dem Korb hervor und breitete darauf das Frühstück
aus.
Sie strich sich ein Marmeladenbrot.
"Glaubst du, dass wir heute in die Stadt fahren sollen?"
Sie mampfte das Brot und sprach mit vollem Mund weiter.
"Ich hab dort ein schönes Kleid gesehen. Marie hat es auch gefallen."
"Du bist schön genug und du brauchst nicht schöner sein, sonst
kommt ein anderer und schnappt mir dich weg, wenn ich nicht da bin."
"Ich bin dir treu, an mein Lebensende."
"So erkläre ich euch zu Mann und Frau. Amen."
"Willst du mich heiraten?"
Sie blitzte mit ihren Augen.
"Was bringt es uns?"
"Eine innige Bindung und ein sehr schönes Erlebnis."
"Wie willst du den Mond an die Erde binden? Er dreht sich, doch immer
fort und fort."
Sie seufzte und pickte die Brotkrümel von der Decke.
Beide sahen sich in die Augen, tiefer als je zu vor und küssten sich
sehnsüchtig, als wäre es der Abschiedskuss.
"Magst du was von dem Käse probieren?" Laura führte ein
kleines Stückchen an Marks Mund.
"Soll ich raten?"
Sie schob ihm ein Stück Käse in den Mund. Er kaute, verzog das Gesicht
und spuckte.
"Du bist widerlich Laura! Du weißt genau, dass mir der Käse
von deinem Onkel nicht schmeckt."
"Wirklich? Ist mir neu"
Sie begann wieder zu kichern.
"Ich sollte dich verprügeln wie ein unartiges Kind!"
"Dann mach's doch!"