Die Augen der jungen Frau waren geschlossen. Sie atmete den
Duft, der ergrünenden Wiese. Etwas kitzelte ihre Wange.
"Mark. Was hast du mir mitgebracht?" fragte sie mit geschlossenen
Augen.
"Alles."
Er legte sich mit einem großen Korb, aus dem das Frühstück
herauslachte, neben sie.
"Auch gute Laune?"
Sie suchte nach seiner Hand.
"Ach, die muss ich vergessen haben. Warte, ich geh sie im Haus suchen."
antwortete er ihr scherzhaft, aber ernst.
"Nicht nötig! Deine gute Laune liegt direkt neben dir."
"Ah, ja du hast recht."
Mark sah den angenagten Apfel, aß diesen fertig und warf den Rest in
hohem Bogen fort, in das wogende grüne Meer, in dem sie lagen.
"Wie du nur immer Recht hast, meine saure Zwetschke!"
Er schloss jetzt auch die Augen.
"Magst du saure Zwetschken?"
"Gelegentlich können sie erfrischen, aber bei ständigem Genuss
bekommt man bestimmt Nierensteine."
"Bestimmt. Ich hab gehört, dass man von bitteren Pflaumen Haarausfall
bekommt."
"Wieso Haarausfall?"
"Nun denk schon du Pflaume!"
Sie kicherte so hell wie ein Glockenspiel.
"Ich weiß es nicht meine Zwetschke."
"Bei deinen Depressionen, kann ich mir nur die Haare raufen."
Der schlanke junge Mann, der wie ein Matrose mit seinem unrasierten Gesicht
und dem schwarzen, lockigen Haar aussah, drehte sich zu seiner Freundin und
zupfte ihr an den Haaren.
"So! Du hast noch reichlich auf dem Kopf."
"Aber reichlich wenig im Magen! Gib mir zu Essen!" Sie sprach wie
ein kleines Kind, das in seinem Hochsitz am Tisch aß und nach Essen,
mit dem Löffel auf die Tischplatte schlagend, verlangte.
"Wie soll das nur gehn. Ich muss träumen. Meine Hände brauche
ich selbst, um nach neuen Gedanken zu greifen."
Mark legte seine Handflächen sinnend über sein Gesicht.
"So? Mein Liebster verachtet mich." sie schniefte.
"Du findest mich nicht mehr schön genug. Mein Po ist dir zu dick."
sie wimmerte.
"Toll, wirklich toll!"
"Was denn?"