Die Frau schüttelte den Kopf.
"Nein! Ich will wissen.... sind nun Männer ordentlich oder nicht?"
"Nein!" sagte André kurz
Er sah die Nase und die Augen von der Frau und die Lippen die kurz zuckten.
"Was nein?"
"Eben nein wie nein!"
"Wollen sie damit sagen, dass sie nicht ordentlich sind?"
"Ja"
Die Frau nahm ihre Tasche auf den Schoß und rutschte zu dem Fenster,
weil sich noch jemand dazu gesetzt hatte.
"Ist das eine schlechte Eigenschaft?" erkundigte sich die Frau
"Ja, weil ich mir denke, dass es nicht nur an der Frau liegen sollte,
dass mein Leben aufgeräumt ist."
"Oh, ein Mann der ein schlechtes Gewissen hat!" sagte sie mit einem
verschmitzen Lächeln.
"Ja, ich habe allen Grund dazu, weil ich tonnenweise schlechte Eigenschaften
habe!" antwortete er während er einen flüchtigen Blick zum
Fenster hinaus warf
"Dann erzählen sie mal, wenn es ihnen nicht peinlich ist!"
forderte sie ihn auf
"Ich finde es schön wenn andere Menschen an mir teilhaben wollen,
aber ich finde es äußerst ungewöhnlich, wenn sie meine schlechten
Eigenschaften kennen lernen möchten. Ist das eine Studie?"
"Nein." Sie schüttelte den Kopf und ihr blondes, kurzes lockiges
Haar wippte.
"Okay. Ich habe Schlafstörungen, lese zu viel Zeitung auch beim
Fernsehen, habe einen schlecht bezahlten Job, trinke manchmal zu viel, bin
nicht sonderlich sportlich, auch wenn ich einen anderen Eindruck mache und
ich bin ein Mann!"
Sie legte ihren Kopf auf die Seite und sah sich André von unten bis
oben an so gut es möglich war.
"Sie flunkern mit mir!" antwortete sie
Er schüttelte den Kopf
"Friedrichstraße sie müssen aussteigen." André
deutete in Richtung Türe.
"Wollen sie mich nicht ein Stück begleiten? Ich finde sie so amüsant!
Wir könnten uns etwas anschauen!"
Ihre wasserblauen Augen atmeten ihn förmlich an.
"Na gut. Ich wollte heute sowieso nur etwas durch die Stadt gehen. Mich
treiben lassen. Auch eine schlechte Eigenschaft von mir."
Sie nahm seine Hand und zog ihn sanft mit zur Türe, die nach einem kurzen
Summen aufschwang.