"Zimmer 309 wo find ich das?"
Das nasse Papier tropfte auf die Rezeption. Eine älter Frau sah ihn etwas vorwurfsvoll an und deutete auf die Blumen, die noch immer tropften.
"Ah, Entschuldigung. Aber draußen regnet es."
"Können sie die nicht weiter weghalten ich habe hier wichtige Unterlagen die nass werden könnten."
"Kann ich. Besser wäre allerdings sie würden mir sagen wo das Zimmer 309 ist, dann würde ich hier auch nicht rumtropfen." antwortete André und legte die Blumen auf der Rezeption ab.
"Würden sie bitte die Blumen entfernen!"
"Ah was ist das für ein Laden hier. Meine Laune war so gut!"
André dreht sich um und lief ins innere des Krankenhauses.
Es war schwierig sich in dem Gewirr aus Gängen, Personal und Patienten zurechtzufinden. André fuhr in den dritten Stock und klopfte bei 309.
Es antwortete niemand. Er klopfte erneut. Noch immer nichts. André ging in das Zimmer.
Es gab zwei Betten, wobei eines unbenutzt schien. Auf einem Nachttisch stand ein Blumenstrauß dessen Blätter verwelkt waren und langsam abfielen.
"Triff sich ja ganz gut. Kriegt meine Mutter eben neue Blumen." Er nahm die alten Blumen, warf sie weg und steckte die neuen Blumen in die Vase.
"Hm. Schauen wirklich nicht schlecht aus. Sie freut sich bestimmt." dachte er
Die Blumen bogen sich leicht zur Seite und das Gelb vermischte sich mit dem zarten Orange wie bei einem
Irischen Räucherlachs mit Rührei.

Es war gegen 12 Uhr.
"Warum kommst Du erst so spät?"
"Was solle die Frage? Werde ich hier überwacht?"
"Moment mal! Deine Arbeitszeit beginnt um 11 Uhr!"
In dem Gesicht von Peter war deutlich die Anspannung zu erkennen.
"11 oder 12... wo ist da der Unterschied! Ich musste eben was dringendes erledigen!"
"So... das wäre?" erkundigte sich der Ober mit spitzer Stimme
"Hey, das war etwas privates! Ich habe meine Mutter im Krankenhaus besucht. Ihr geht es nicht sonderlich gut." antwortete André
"Tut mir leid, habe ich nicht gewusst." entschuldigte sich Peter


Teil 5